Neue Druckmaschine XL 145-5+L

Letze Woche wurde unsere neue Druckmaschine XL 145-5+L von der Heidelberger Druckmaschinen AG bei uns angeliefert.

Für das neue 176 Tonnen schwere und 30 Meter lange Schmuckstück musste in unserer Druckhalle extra ein Wanddurchbruch gemacht werden. In Millimeterarbeit wurde die Maschine dann Stück für Stück in die Druckhalle gebracht und verbaut. Die Rückkühleranlage wurde durch einen Hebekrahn auf das Dach der Druckhalle manövriert.

Neben größerer Druckkapazität freuen wir uns natürlich auf tolle Qualität & Technik bei zukünftigen Pappebuchprojekten.
Auf unserem Instagram Account finden Sie spannende Bilder rund um die Anlieferung.

 

„Neues Pappebuch-Potenzial heben“ – Bindereport berichtet über uns

Neues vom Sachsendruck im „Bindereport“, das Fachmagazin für Buchbinderei und Druckverarbeitung
Geschäftsführer Kai-Uwe Groß im Interview mit Redakteur Frank Baier zu neuen Investitionen im Bereich Druck-Weiterverarbeitung und den Marktchancen für das Pappebuch.

Zum pdf: Bindereport-Sachsendruck Plauen  – Pappebuch

 

„Pappbuch“, „Pappebuch“, „Pappenbuch“, „Kinderbuch“ ?

„Pappbuch“, „Pappebuch“, „Pappenbuch“, „Kartonbuch“, „Kinderbuch“, …?

– Wie wollen wir es nennen?

SachsenDruck ist die einzige Pappebuchdruckerei in Deutschland. In Gesprächen werden wir immer wieder gefragt: Wie heißt es denn nun? „Pappbuch“, „Pappebuch“, „Pappenbuch“ oder gar „Kartonbuch“?

Der Duden kennt keinen dieser Begriffe, in der Verlagswelt findet man alle Bezeichnungen, mit einem kleinen Vorsprung für das „Pappebuch“. In der Schweiz spricht man wohl gar von „Kinderbuchbindung“. Wir SachsenDrucker sprechen vom „Pappebuch“. Warum?

Dick ist schick!

Das herausragende Merkmal des Pappebuches ist die Materialstärke („Dicke“) seiner Seiten. Wenn man die einzelne Seite nicht falten oder rollen kann, dann ist sie wahrscheinlich aus Karton gemacht.

Entscheidend ist, dass die Seiten des Buches sehr fest und verwindungssteif sind und dass sich Teile nur sehr schwer abreißen lassen. Deshalb eignen sie sich ganz besonders für Kleinkinder, denn Pappebücher sind nicht nur schön, sie sind auch nahezu unverwüstlich.

Karton oder Pappe? Beides!

Moment! Karton? Wir sprechen doch von Pappebüchern? Die Erklärung liegt in der Materialdefinition: Bis zu einem Flächengewicht (Grammatur) von 500 g/qm spricht man von Karton, schwereres Material heißt Pappe. Manche Quellen ziehen die Grenze erst bei 600 g.

Laut DIN 6730 hingegen ist alles oberhalb von 225 g Pappe. Den Begriff „Karton“ kennt die DIN nicht.

Ein weiteres Kriterium ist die Stärke des Materials. Ab ca. 1,5 mm Dicke spricht man üblicherweise von Pappe.

Schaut man nun einige der bei SachsenDruck hergestellten Pappebücher an (Portfolio), so wird man bei den Materialangaben geringere Flächengewichte finden, bspw. 350 g/qm oder 400 g/qm. Bei diesem Material müsste man laut Definition eigentlich von Kartonbüchern sprechen.

Der Unterschied liegt in der Verarbeitung, denn eine Pappebuch-Seite entsteht durch das Aneinanderkleben der Rückseiten zweier Druckbögen. Jeder dieser Bögen ist per Definition auf Grund seines Flächengewichts Karton. Das fertige Produkt ist Pappe, denn 350 g + 350 g = 700 g > 500 bzw. 600 g.

Ganz so genau nimmt es im Alltag allerdings niemand. Oft wird auch leichteres Material ab ca. 200 g/qm verwendet.

Pappebücher können noch viel mehr

Die Stärke des Materials ist übrigens nur eine Besonderheit von Pappebüchern. Ein echtes Highlight ist, dass gegenüberliegende Seiten des Pappebuchs immer ein doppelseitiges Bild in Planlage ohne Unterbrechung im Falz zeigen. Dieser Effekt wird auch „Lay-Flat“ genannt.

Pappebücher bieten sich somit bspw. auch für anspruchsvolle Bildbände an, bei denen es auf unterbrechungsfreie Abbildungen ankommt. In der Weiterverarbeitung stehen sie den Büchern mit „normalgewichtigem“ Papier übrigens in nichts nach. Von Lackierungen bis zum Leineneinband ist alles möglich.

Wann ist ein Buch ein Buch?

Ein kleines Definitionsproblem gibt es dann aber doch noch. Laut UNESCO wird ein Buch erst ab einem Umfang von 49 Seiten zum Buch, was bei Pappebüchern nicht immer der Fall ist.

Entscheidend ist, dass ein Pappebuch mit seiner ganz besonderen Ausstrahlung einfach nur schön anzuschauen und anzufassen ist!

SachsenDruck in Aktion

Für die Ausbildungsmesse Vogtland haben wir ein kleines Video gedreht, das einen Einblick in unsere Arbeit gibt. Vielen Dank an alle Mitarbeiter vor, sowie an Arvid Wünsch hinter der Kamera. Der Film ist wirklich toll geworden. Hier geht´s zum Film.

Die Gemüseinsel

Die Gemüseinsel.

Seine Entstehungsgeschichte ist so ungewöhnlich, dass wir sie hier gerne erzählen wollen.

Vor einigen Tagen  druckten wir Ferdinand Weigels Bachelor-Arbeit als Pappebuch. Genauer gesagt: ein Pappebuch zu seiner Bachelorarbeit an der Bauhaus-Universität Weimar mit dem Titel „Ein vegetarisches Kinderbuch – Werte- und Ernährungsvermittlung durch Visuelle Kommunikation in der frühkindlichen Entwicklung“.

Christin Weigel

Ferdinand Weigel

 

Vogtlandanzeiger über SachsenDruck: „Lächeln steckt an“ :)

Zu den ökologischen Projekten zählen unser mit dem Illustrator Gaspar Scholl gestaltetes Apfelbaumbuch, aus dem tatsächlich ein Apfelbaum wächst sowie ein Kochbuch mit Aileen Kapitza, der bekanntesten deutschen Foodbloggerin zu vegetarischer und veganer Ernährung (www.minzgruen.com).

Während wir bei diesen Pappebüchern ganz bewusst auf grüne Low-Tech im Manufakturbetrieb setzen, ist ein anderes Projekt im Bereich neuer Technologien angesiedelt: die Herstellung von Pappebüchern in Kleinst- und Kleinauflagen im Digitaldruck. Damit werden wir in den nächsten Wochen unser Portfolio um ein weltweit einmaliges innovatives Angebot erweitern.

Diese Themen werden wir hier auf unserer Website ausführlich vorstellen. Damit Sie das nicht verpassen, sollten Sie jetzt unseren Newsletter bestellen!